Erste Schritte
Was beim ersten Start passiert
Keepilo begrüßt dich, fragt, wer in deinem Haushalt lebt, und bietet dann den Download der Inhalte an: das KI-Modell für den Assistenten und wahlweise ein Inhaltspaket. Für diesen Schritt brauchst du WLAN, und nur für diesen. Alles danach läuft offline.
Brauche ich ein Konto?
Nein. Es gibt keine Registrierung, keine E-Mail-Adresse und kein Passwort. Die App fragt nie, wer du bist, weil sie diese Information nirgendwohin schicken könnte.
Wie lange dauert der Download und wie groß ist er?
Das Sprachmodell ist der große Brocken. Rechne mit ein paar Gigabyte über eine normale Leitung. Der Download setzt nach einer Unterbrechung fort, und jede Datei wird vor der Benutzung gegen eine Prüfsumme geprüft, damit nie ein halbkaputtes Modell geladen wird. Du darfst die App zwischendurch schließen; der Download macht dort weiter, wo er aufgehört hat.
Welches Gerät brauche ich?
Für das Standardmodell sind 6 GB Arbeitsspeicher oder mehr angenehm. Auf kleineren Geräten bietet Keepilo ein leichteres Modell an: kürzere Antworten, weniger Feinheit, gleiches Offline-Verhalten. Alles außerhalb des Assistenten (Inventar, Dashboard, Karte, Werkzeuge, Tresor, Notfallmodus) läuft auf allem. Für Kartenregionen brauchst du freien Speicher, nicht Arbeitsspeicher.
Kann ich den Download überspringen und später laden?
Ja. Inventar, Dashboard und alle Werkzeuge funktionieren ohne Modell. Der Assistent zeigt dann eine Karte, die anbietet, es beim nächsten WLAN nachzuholen.
Wie bekomme ich neue Fassungen der Inhalte?
Unter Inhalte laden steht an einem Paket Neue Fassung, sobald es eine gibt, mit einem Knopf Aktualisieren. Beim Aktualisieren ersetzt Keepilo die alten Kapitel und räumt die alte Datei weg. Deine eigenen Importe bleiben davon unberührt. Auch nach einer Wiederherstellung aus dem Backup erkennt die App installierte Pakete wieder, statt sie doppelt anzubieten.
In welcher Sprache läuft die App?
Auf Deutsch oder Englisch. Beim ersten Start schlägt Keepilo die Sprache deines Geräts vor, umstellen kannst du sie jederzeit in den Einstellungen unter Sprache. Es wechselt alles mit: Oberfläche, Notgepäck-Vorlage, die gedruckten Notfallkarten und die Sprache, in der der Assistent antwortet. Dieses Handbuch in der App wird beim nächsten Start ebenfalls in der neuen Sprache eingelesen.
Die sechs Bereiche
Was liegt wo?
Unten auf dem Handy, links auf Tablet und Rechner stehen sechs Bereiche:
- Start ist das Dashboard: Bereitschafts-Score, Reichweite in Tagen, was abläuft, wie es um die Medikamente steht.
- Assistent ist der Chat mit deinen Dokumenten.
- Karte zeigt heruntergeladene Landkarten ohne Netz, mit eigenen Punkten und Wegaufzeichnung.
- Inventar ist der Bestand: Artikel, Chargen, Ablaufdaten, Lagerorte.
- Bibliothek sind deine Dokumente, aus denen der Assistent antwortet.
- Werkzeuge sind die kleinen Helfer plus der Dokumenten-Tresor.
Die Einstellungen sind kein Bereich, sondern das Zahnrad: auf dem Handy oben rechts auf dem Startbildschirm, sonst unten in der Leiste.
Wo sind Planer und Notfall geblieben?
Dort, wo die Zahl steht, aus der sie rechnen. Rationierung und Einkaufsliste hängen als Knöpfe an der Reichweiten-Kachel auf dem Startbildschirm. Die Notfall-Vorsorge (Notfallplan, Notgepäck-Checkliste, Notfallkarten) hat eine eigene Kachel auf dem Startbildschirm und liegt außerdem hinter dem roten SOS-Knopf. Ein eigener Reiter dafür ist weggefallen: drei Unterseiten hinter einem Sammelbegriff findet niemand.
Was ist der rote SOS-Knopf oben rechts?
Der Weg in den Notfallmodus, und er sitzt auf jedem Bildschirm an derselben Stelle. Das ist Absicht: im Ernstfall soll die Hand ihn finden, ohne dass du hinsiehst.
Gibt es eine Suche über alles?
Ja, mit ⌘K auf dem Mac und Strg+K unter Windows, auf dem Desktop auch als Eintrag in der Seitenleiste. Sie findet Artikel, Inventarnummern, Personen und Dokumente auf einmal.
Den Assistenten fragen
Wie stelle ich eine Frage?
Öffne Assistent, tippe deine Frage in normaler Sprache und schick sie ab. Die Antwort läuft Wort für Wort ein. Frag so, wie du einen Menschen fragen würdest: „wie mache ich Wasser trinkbar", „was tue ich bei einer starken Blutung", „wie lange hält Reis".
Was sind die Chips unter der Antwort?
Quellen. Jeder Chip zeigt Dokument und Seitenzahl. Tippst du darauf, öffnet sich das PDF genau dort, und du kannst die Originalstelle lesen. Eine Antwort ohne Chips stammt nicht aus deinen Dokumenten, behandle sie also entsprechend.
Warum sagt er manchmal, dass er es nicht weiß?
Weil nichts in deiner Bibliothek die Frage abdeckt. Das ist die richtige Antwort, und sie ist mit Absicht so gebaut: lieber ein ehrliches „weiß ich nicht" als etwas Erfundenes, das plausibel klingt. Importiere ein Dokument zum Thema und frag noch einmal.
Kann ich auf Deutsch nach einem englischen Buch fragen?
Ja. Die Antwort kommt auf Deutsch. Angaben in Gallonen, Unzen, Fuß oder Fahrenheit werden metrisch umgerechnet, mit dem Originalwert in Klammern.
Was macht der Schalter „Haushaltskontext"?
Ist er an, darf der Assistent deine medizinischen Karten heranziehen (Allergien, Erkrankungen, Medikamente), wenn die Frage sie berührt. Schalte ihn für eine Sitzung ab, wenn die Antwort allgemein bleiben soll. Medizinische Antworten tragen immer den Hinweis, dass die App keinen Arzt ersetzt.
Geht das Gespräch irgendwohin?
Nein. Das Modell rechnet auf deinem Gerät. Es gibt keine Anfrage an irgendeinen Server, im Flugmodus nicht und sonst auch nicht. Der Chatverlauf liegt lokal und lässt sich löschen.
Kann er Fragen zur App selbst beantworten?
Ja. Dieses Handbuch liegt in der App wie jedes andere Dokument im Index. Frag „wo stelle ich den Wasserbedarf ein" und du bekommst den passenden Absatz, mit Quellenangabe.
Bibliothek und Dokumente
Wie importiere ich ein Dokument?
- Öffne Bibliothek und tippe auf Importieren.
- Wähle eine PDF-, TXT- oder Markdown-Datei vom Gerät oder aus der Cloud.
- Warte auf den Indexier-Balken. Ein 100-Seiten-PDF braucht einmalig ein paar Minuten.
Du kannst eine Datei auch aus einer anderen App über „Öffnen mit" oder das Teilen-Menü an Keepilo schicken.
Woher bekomme ich gute Dokumente?
Aus allem, was du legal hast: Bedienungsanleitungen, Erste-Hilfe-Ratgeber, die Anleitung deines Wasserfilters, Versicherungsunterlagen, den Stromlaufplan des Hauses. Die App weist außerdem auf frei herunterladbare Survival-Handbücher hin; die lädst du im Browser und importierst sie selbst. Keepilo liefert keine eigenen Bücher mit.
Warum heißt es, ein Dokument habe keinen Text?
Weil es ein Scan ist, ein Stapel Bilder ohne Textebene. Keepilo sagt das klar, statt so zu tun als ob, und bietet Text erkennen an.
Was macht „Text erkennen"?
Es liest den Text aus den Bildseiten heraus, direkt auf dem Gerät, und indexiert das Ergebnis. Danach kann der Assistent auch aus dem Scan zitieren. Die Zeile trägt dann ein Kennzeichen, denn Texterkennung verliest sich: aus „rn" wird „m", aus „l" eine Eins, und zwei Spalten laufen gern ineinander. Wer eine Antwort aus so einem Dokument bekommt, soll das wissen. Auf Windows fehlt die Texterkennung noch; dort hilft weiterhin, die Datei vorher durch ein OCR-Programm zu schicken.
Wie werde ich ein Dokument wieder los?
An jeder Zeile in der Bibliothek steht ein roter Papierkorb. Antippen, Rückfrage bestätigen, fertig. Die Index-Einträge gehen mit, und der Assistent zitiert es ab sofort nicht mehr.
Was bedeutet das Sprach-Badge?
Keepilo erkennt die Sprache jedes Dokuments und zeigt sie an. Das ist wichtig, weil die Suchschwelle pro Sprachpaar kalibriert ist. Nur deshalb beantwortet ein englisches Buch eine deutsche Frage trotzdem sauber.
Inventar
Wie trage ich Vorräte ein?
- Öffne Inventar und tippe auf Zugang.
- Scanne den Barcode oder tippe den Namen.
- Trag Menge und Einheit ein: 6 Dosen, 5 kg, 24 Tabletten.
- Trag das Mindesthaltbarkeitsdatum ein.
- Trag den Lagerort ein: „Keller Regal 3", „Küche", „Garage".
- Fertig. Keepilo vergibt die Inventarnummer und zeigt sie groß genug zum Abschreiben.
Wofür ist die Inventarnummer gut?
Sie bezeichnet einen Artikel in der ganzen App eindeutig: L- für Lebensmittel,
W- für Wasser, M- für Medizin, S- für Spezialartikel.
Schreib sie mit dem Marker auf die Kiste. Später suchst du L-0042, statt dich zu
erinnern, ob du „Pfirsiche" oder „Obstkonserve" getippt hast, und der Rationierungsplan nennt
dieselbe Nummer, du weißt also, welche Kiste du aufmachen musst.
Was ist eine Charge?
Derselbe Artikel, zu verschiedenen Zeiten gekauft, hat verschiedene MHDs. Jeder Kauf ist eine Charge. Der Artikel zeigt die Summe, das Detail-Panel listet die Chargen mit Datum und Ort. Nur so kann die App sagen, was zuerst abläuft, ohne bei der Summe zu schummeln.
Wie buche ich etwas aus?
- Artikel öffnen, Ausbuchen tippen.
- Ganze Packungen, Teilmenge oder Rest der Charge wählen.
- Grund angeben: verbraucht, abgelaufen, verschenkt, verloren.
- Bestätigen. Keepilo wählt die Charge mit dem kürzesten MHD vor.
Kann ich eine halbe Packung ausbuchen?
Ja. Gib die Teilmenge ein: 400 g aus einem 5-kg-Sack, 3 Tabletten aus einer 20er-Packung. Keepilo führt intern alles in Basiseinheiten, damit Teilmengen über die Zeit nicht auseinanderlaufen.
Warum wird immer eine bestimmte Charge vorgeschlagen?
First expired, first out. Die Charge mit dem kürzesten Datum zuerst zu verbrauchen ist der einzige Weg, wie ein Vorrat frisch bleibt, ohne dass du darüber nachdenken musst. Du kannst den Vorschlag überstimmen.
Was ist die Füllmenge, und wozu braucht Keepilo sie?
Das Gewicht oder Volumen einer Packung: 400 g je Glas, 1 Liter je Flasche. Die Produktdaten aus dem Barcode-Paket nennen Nährwerte je 100 g; erst mit der Füllmenge kann Keepilo daraus die Werte deiner Dose rechnen. Beim Scan wird sie ausgefüllt, wo das Paket sie kennt, sonst trägst du sie im Einheiten-Schritt selbst ein, und die Nährwerte rechnen sofort mit. Bei der Namenssuche stehen Treffer mit Füllmenge zuerst, weil sie die vollständigeren Daten mitbringen.
Welche Nährwerte kann ich eintragen?
Alle sechs Angaben von der Packungsrückseite: Energie, Fett, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Eiweiß und Salz. Der Scan füllt aus, was er weiß, den Rest trägst du beim Zugang oder im Editor nach. Das Artikel-Detail zeigt sie als Tabelle. Was nicht erfasst ist, bleibt leer statt null: Die Packung nennt den Wert vielleicht, die App kennt ihn nur nicht.
Was ist die Nährstoff-Balance über der Liste?
Ist- gegen Ziel-Anteil bei Getreide, Gemüse und Obst, Protein und Fett. Sie fängt den klassischen Vorratsfehler ab: fünf Monate Nudeln, elf Tage alles andere. Dazu zeigt sie den Eiweißanteil an den Kalorien, mit 10 bis 15 Prozent als Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, gerechnet nur über Artikel mit Eiweißangabe. Fehlt Gemüse und Obst ganz, steht dort ein deutlicher Vitamin-C-Hinweis, denn die Gruppenverteilung ist der Vitamin-Maßstab des Vorrats. Die Balance steht über dem ungefilterten Bestand; sobald du suchst oder filterst, verschwindet sie, denn der Anteil einer Auswahl wäre keine Aussage über den ganzen Vorrat.
Wie finde ich etwas wieder?
Suche nach Name, Inventarnummer oder Barcode. Filter-Chips engen auf Lebensmittel, Medizin, Wasser oder „läuft ab" ein. Der farbige Punkt vor jeder Zeile ist der Status: grün in Ordnung, gelb wird knapp, rot jetzt handeln.
Was sind Spezialartikel?
Dinge, die nicht in Kalorien zählen: Wasserfilter, Entkeimungstabletten, Toilettenbeutel, Batterien, Gaskartuschen. Trag das Modell ein, und Keepilo kennt die Kapazität: Liter beim Filter, Tage beim Toilettenbeutel. Aus dem Ausbuch-Log misst es deinen tatsächlichen Tagesverbrauch und meldet eine Reichweite in Tagen. Filterkapazität und Entkeimungstabletten zählen als potenzielles Trinkwasser mit.
Wie korrigiere ich einen Fehler?
Artikel öffnen, Bearbeiten. Name, Einheit, Kategorie, Nährwerte und die Chargen lassen sich alle korrigieren. Nichts ist eingefroren.
Barcode scannen
Wie funktioniert der Scan?
Im Inventar auf Scan tippen, die Kamera auf den Strichcode halten, kurz stillhalten. Keepilo füllt den Namen aus und, wo es die Daten hat, die Nährwerte. Menge, Datum und Lagerort bestätigst du selbst.
Braucht der Scan Internet?
Nein. Die Produktdaten kommen aus einem Offline-Paket auf Basis von Open Food Facts, das du einmalig lädst. Ist ein Produkt nicht drin, tippst du den Namen, und der Artikel entsteht so oder so.
Der Scan geht auf meinem Rechner nicht
Barcode-Scan ist eine Handy- und Tablet-Funktion. Auf macOS und Windows tippst du Namen oder Nummer. Wer beides hat, scannt am Handy und überträgt die Artikel anschließend.
Karte ohne Netz
Wie bekomme ich eine Karte auf mein Gerät?
- Öffne Karte und tippe oben rechts auf Regionen.
- Such dein Land in der Liste. Über der Liste stehen die, die du schon geladen hast.
- Tippe auf Laden. Die Größe steht daneben, damit du vorher weißt, worauf du dich einlässt.
Danach zeichnet die Karte komplett aus der Datei auf deinem Gerät: Straßen, Orte, Gewässer, Höhenlinien, Beschriftung. Kein Netz, kein Kartendienst, kein Nachladen im Hintergrund.
Warum ganze Länder und kein Umkreis?
Weil Menschen in Ländern planen, nicht in Radien. Wer überlegt, wohin er im Ernstfall fahren würde, denkt an „bis zu meiner Schwester" und nicht an „80 Kilometer um mich herum". Ein Land ist außerdem eine Datei, die es schon gibt, statt eines Zuschnitts, den erst jemand rechnen müsste.
Wie groß ist so eine Region?
Sehr verschieden. Kleine Länder sind wenige Megabyte, Deutschland etwa 2,4 Gigabyte, Kanada deutlich mehr. Die Zahl steht vor dem Download an der Region. Lade sie über WLAN, nicht über das Datenvolumen.
Kann ich mehrere Länder gleichzeitig sehen?
Ja. Geladene Regionen liegen als eine Karte übereinander, Deutschland, Österreich und die Schweiz sind also eine Karte und nicht drei. In der Kopfzeile steht, wie viele es sind.
Wie werde ich eine Region wieder los?
In der Regionen-Liste beim geladenen Eintrag Entfernen wählen. Der Platz ist sofort wieder frei, und laden kannst du sie später erneut.
Wie setze ich einen eigenen Punkt?
Lang auf die Stelle drücken, am Rechner rechte Maustaste. Dann Name, Art und Notiz eintragen. Die Arten sind Treffpunkt, Wasser, sicherer Ort, Gefahr, Vorrat und Sonstiges, jede mit eigener Farbe. Tippen auf einen vorhandenen Punkt öffnet ihn wieder.
Wozu sind die Punkte gut?
Für das, was auf keiner gedruckten Karte steht: der Treffpunkt, den ihr ausgemacht habt, die Quelle am Waldrand, der Nachbar mit dem Traktor, die Unterführung, die bei Hochwasser vollläuft. Sie reisen über Export und Direktübertragung auf die Geräte deiner Familie.
Wie zeichne ich einen Weg auf?
Oben links auf der Karte Weg aufzeichnen starten. Die Linie wächst mit, und du findest zurück, auch wenn es dunkel wird. Aufgezeichnet wird nur, solange die App vorn und der Bildschirm an ist; im Hintergrund läuft nichts mit. Der Bildschirm bleibt in dieser Zeit wach.
Zeigt die Karte, wo ich bin?
Wenn du auf Standort tippst und die Ortung erlaubst. Die Position rechnet dein Gerät selbst aus, dafür braucht es kein Internet. Sie wird angezeigt, nicht gespeichert und nirgendwohin geschickt. Ohne Erlaubnis funktioniert die Karte genauso, nur ohne den Punkt.
Läuft die Karte auch auf dem Rechner?
Ja, auf macOS und Windows genauso wie auf Handy und Tablet. Dieselbe Datei, derselbe Regionen-Katalog.
Wo kommen die Karten her?
Aus OpenStreetMap. Die Angabe unten rechts auf der Karte gehört zur Lizenz und bleibt deshalb stehen.
Werkzeuge
Was steckt im Werkzeug-Bereich?
Kleine Helfer, die rechnen oder die Sensoren deines Geräts benutzen. Kein Nachschlagewerk: Wissen gehört als Dokument in die Bibliothek, wo der Assistent es zitieren kann.
- SOS-Blinklicht blinkt das genormte Notsignal in Dauerschleife, mit der Lampe oder, wenn es keine gibt, mit dem Bildschirm.
- Morse-Sender blinkt einen selbst getippten Text, in drei Tempi.
- Morse-Empfänger übersetzt zurück: kurz und lang auf die große Fläche tippen, der Text erscheint mit.
- Signalton gibt einen durchdringenden Pfeifton, durchgehend oder im SOS-Rhythmus. Er trägt weiter als eine Stimme und kostet keine Kraft.
- Einheiten-Umrechner für Länge, Volumen, Gewicht und Temperatur, mit US- und britischer Gallone getrennt.
- Sprachhilfe mit geprüften lebenswichtigen Sätzen samt Lautschrift.
- Wasserwaage mit Libelle und Gradzahlen, nullbar auf schiefem Untergrund.
- Lineal macht den Bildschirmrand zum Maßstab, in Zentimetern und Zoll.
- Lupe vergrößert mit der Kamera und schaltet das Licht dazu.
- Dokumenten-Tresor, siehe das nächste Kapitel.
Wasserwaage und Lupe brauchen Lagesensor und Kamera; auf einem Rechner ohne beides fehlt die Kachel ganz, statt einen Knopf anzubieten, der nichts tut.
Wie stelle ich das Lineal richtig ein?
Leg eine Bankkarte an den Maßstab und schieb den Regler, bis die Breite stimmt. Jeder Ausweis im Scheckkartenformat ist genau 85,6 Millimeter breit. Die Einstellung bleibt am Gerät, du machst das einmal.
Was kann die Sprachhilfe, und was nicht?
Sie zeigt feste, von Hand geprüfte Sätze für Situationen, in denen es zählt: „Ich brauche Hilfe", „Es ist ein Notfall", „Ich habe eine Allergie". Zu jedem Satz steht die Aussprache in deutschen Buchstaben, damit du ihn vorlesen kannst. Sie ist kein Übersetzer: du kannst nichts Eigenes eintippen. Eine falsche Maschinenübersetzung bei „keine Erdnüsse" wäre gefährlicher als gar keine.
Welche Sprachen sind dabei?
Vorgesehen sind Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Polnisch, Türkisch, Arabisch, Russisch und Ukrainisch. Sichtbar wird eine Sprache erst, wenn ein Mensch die Übersetzung gelesen und freigegeben hat. Was noch nicht freigegeben ist, steht auch nicht da.
Fressen die Werkzeuge Akku?
Das Blinklicht und der Signalton schon, sie sind dafür da. Alles andere ist genügsam. Bedenke bei allem, was leuchtet oder tönt: Es soll dich auffindbar machen. Dafür muss es laufen, wenn jemand sucht, nicht die ganze Nacht.
Dokumenten-Tresor
Wofür ist der Tresor da?
Für die Unterlagen, die du im Ernstfall brauchst und die niemanden sonst etwas angehen: Ausweise, Versicherungspolicen, Verträge, Vollmachten, Impfpässe. Sie liegen verschlüsselt auf deinem Gerät, in einem eigenen Bereich neben der Bibliothek.
Wie richte ich den Tresor ein?
Werkzeuge, Dokumenten-Tresor, Passwort vergeben. Mindestens acht Zeichen, und nimm eines, das du nicht auch woanders benutzt. Danach kannst du Dokumente aus dem Dateisystem, aus der Kamera oder aus deiner Bibliothek ablegen, jeweils mit Titel, Kategorie und Notiz.
Was passiert, wenn ich das Tresor-Passwort vergesse?
Dann sind die Dokumente weg. Es gibt kein Zurücksetzen, und zwar mit Absicht: wir speichern das Passwort nirgends, auch nicht in verschlüsselter Form. Genau deshalb kann auch sonst niemand an die Dateien. Die App weist bei der Einrichtung ausdrücklich darauf hin und lässt dich bestätigen.
Wie unterscheidet sich der Tresor von der Bibliothek?
Die Bibliothek ist offen und Futter für den Assistenten: Er liest sie und zitiert daraus. Der Tresor ist verschlüsselt, und der Assistent sieht ihn nicht. Er wird nicht indexiert und nicht durchsucht. Ein Wasserfilter-Handbuch gehört in die Bibliothek, deine Geburtsurkunde in den Tresor.
Wann schließt er sich?
Nach zwei Minuten ohne Berührung und sofort, wenn die App in den Hintergrund geht. Dann ist die Liste wirklich weg, nicht nur ausgeblendet. Vorschauen laufen nur im Arbeitsspeicher; es liegt zu keinem Zeitpunkt eine entschlüsselte Datei irgendwo herum.
Geht das auch mit Fingerabdruck oder Gesicht?
Ja, als Bequemlichkeit, wenn dein Gerät das kann. Das Passwort bleibt trotzdem der Hauptzugang, und du kannst die Biometrie jederzeit wieder abschalten.
Kann ich ein Tresor-Dokument weitergeben?
Ja. Im Tresor Weitergeben wählen, die Dokumente ankreuzen, dein Passwort eingeben. Keepilo legt ein Paket an und nennt dir einen Übergabe-Code aus zwölf Zeichen. Die Datei schickst du über AirDrop, Quick Share, Kabel oder die Direktübertragung; den Code liest du der Gegenseite am Telefon vor oder sagst ihn ins Zimmer. Ohne den Code ist die Datei wertlos.
Und auf der Gegenseite?
Dort Empfangen wählen, Datei öffnen, Code eintippen. Die Dokumente wandern direkt in den Tresor des anderen Geräts und werden dabei mit dessen eigenem Passwort neu verschlüsselt. Hat die Gegenseite noch keinen Tresor, richtet sie ihn in diesem Schritt ein. Bricht sie ab, wird das Empfangene verworfen. Dein Passwort erfährt sie nie.
Haushalt und Bedarf
Warum will die App wissen, wer bei mir wohnt?
Weil „23 Tage" erst dann etwas bedeutet, wenn klar ist, für wie viele Leute. Keepilo fragt pro Person nach Name, Jahrgang, Geschlecht und ob etwas Besonderes gilt. Daraus leitet es den täglichen Kalorien- und Wasserbedarf ab.
Woher kommen die Bedarfszahlen?
Aus Bedarfsprofilen je Altersgruppe und Geschlecht, die mit der App kommen. Jeder Wert zeigt seine Herkunft: deine eigene Eingabe schlägt das Profil, das Profil schlägt den allgemeinen Richtwert. Steht in deiner Bibliothek ein Dokument mit besseren Zahlen, kann die App sie mit Quellenangabe vorschlagen; sie prüft die Werte vorher gegen Plausibilitätsgrenzen.
Kann ich den Bedarf einer Person ändern?
Ja. Person öffnen, Kalorien oder Wasser direkt setzen. Dieser Override gewinnt dann überall. Sinnvoll bei schwerer körperlicher Arbeit, Schwangerschaft oder Leistungssport.
Wie füge ich eine Person hinzu oder entferne sie?
Einstellungen, dann Haushalt. Hinzufügen startet dieselben kurzen Schritte. Entfernen fragt nach, weil an einer Person auch eine medizinische Karte hängt.
Dashboard und Bereitschafts-Score
Was heißt „23 Tage" genau?
Dein aktueller Lebensmittelbestand, geteilt durch den Tagesbedarf aller Personen in deinem Haushalt, bei normalen Rationen. Bei Wasser dasselbe. Die Zahl ändert sich mit jedem Zugang und jedem Ausbuchen.
Was ist das Ziel und wo stelle ich es ein?
Die Anzahl Tage, für die du abgedeckt sein willst. Zehn Tage sind die verbreitete amtliche Empfehlung; viele Haushalte zielen auf 14 oder 30. In den Einstellungen setzen; Ampeln und Fortschrittsring beziehen sich darauf.
Was ist der Bereitschafts-Score?
Eine einzelne Zahl aus allem, was die App weiß: Reichweite, ablaufende Chargen, ob der Notfallplan ausgefüllt ist, ob die medizinischen Karten vollständig sind, ob die Notgepäck-Checkliste abgehakt ist. Darunter steht genau ein Vorschlag: die nächste Handlung mit der größten Wirkung. Mach die eine Sache, und die Zahl bewegt sich.
Was zeigt die Vorsorge-Kachel?
Den Stand deiner Notfall-Vorsorge zwischen den anderen Zahlen: „3 von 21 erledigt" mit Balken, gezählt über Notfallplan, Notgepäck-Checkliste und Notfallkarten. Ein Tipp darauf öffnet die Vorsorge direkt, ohne den Umweg über den SOS-Knopf. Vor dem ersten Öffnen steht dort ein Satz statt einer Null, denn eine Checkliste, die du nie gesehen hast, ist kein Rückstand.
Was sagt mir die Medikamenten-Reichweite?
Wie viele Tage der Bestand pro Person reicht, gerechnet aus der Dosierung in der medizinischen Karte. Sie ist meistens die kürzeste Zahl auf dem Dashboard und die, bei der sich Handeln am ehesten lohnt. Insulin lässt sich nicht improvisieren.
Welche Benachrichtigungen schickt die App?
Einen Wochencheck und einen Alarm, wenn etwas unter eine Schwelle rutscht oder bald abläuft. Beide werden lokal auf dem Gerät geplant: kein Hintergrunddienst, kein Push-Server, nichts, was eine Verbindung braucht.
Rationierung
Wie strecke ich meine Vorräte?
- Öffne Start und tippe in der Reichweiten-Kachel auf Rationierung.
- Stell die Anzahl Tage ein, die du überbrücken willst.
- Tippe auf Rationen berechnen.
Du bekommst den Deckungsgrad in Prozent und einen Tagesplan. Liegt die Deckung unter 100 %, steht das klar da, statt versteckt zu werden. Zu wissen, dass du auf 82 % kommst, hilft mehr als ein Plan, der so tut als ob.
Wie wählt der Tagesplan die Artikel aus?
Er leert die Chargen mit den kürzesten MHDs zuerst und hält jeden Tag innerhalb von etwa zehn Prozent desselben Energiebudgets, damit die Ernährung nicht zwischen Festmahl und Fasten schwankt.
Kann ich den Plan aus der App holen?
Ja, als Text, in die Zwischenablage oder ins Teilen-Menü. Ausdrucken und an die Kellertür hängen ist eine völlig legitime Nutzung.
Einkaufsliste
Wie füllt sich die Liste?
Aus der Lücke. Du erreichst sie auf Start über den Knopf Einkaufsliste an der Reichweiten-Kachel. Wähl einen Zeitraum, und Keepilo vergleicht Bedarf mit Bestand und listet, was bei Wasser, Kalorien und Dauermedikation fehlt.
Woher kommen die Produktvorschläge?
Auf der Liste stehen konkrete Waren („6 × H-Milch 1 L"), keine Kalorienlücken. Die Vorlagen dahinter folgen der Vorratstabelle des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (ernaehrungsvorsorge.de), umgerechnet auf handelsübliche Packungen. Je Lebensmittelgruppe schlägt Keepilo zwei verschiedene Artikel vor, sonst stünden dreißig Kilo Reis auf der Liste. Die Gruppe, aus der ein Vorschlag stammt, steht als Hinweis dabei.
Kann die App Vorschläge aus meinen eigenen Büchern machen?
Ja. In den Einstellungen der Einkaufsliste kannst du Vorratsvorlagen aus deiner Bibliothek erzeugen lassen: Der Assistent liest je Lebensmittelgruppe, welche Ware deine Bücher für einen Vorrat empfehlen, und jeder Vorschlag trägt Buch und Seite. Erst wenn du eine Vorlage übernimmst, rechnet die Liste damit, und zwar so nachvollziehbar wie vorher: Die Liste selbst kommt nie aus der KI. Übernommene Vorlagen stehen vor der eingebauten Vorgabe. Findet der Lauf in deinen Büchern nichts, sagt er genau das.
Kann ich abhaken?
Ja, und die Haken überleben das Schließen der App. Teil die Liste als Text mit dem, der einkaufen fährt.
Warum stehen Medikamente auf der Einkaufsliste?
Weil sie die kürzeste Reichweite und die längste Vorlaufzeit haben. Die Liste zeigt, wie viele Tage dir fehlen, damit du es mit der Ärztin besprechen kannst, bevor es eng wird.
Medizinische Karten
Was steht auf einer medizinischen Karte?
Blutgruppe, Größe und Gewicht, Allergien, Erkrankungen, Impfungen, Dauermedikation mit Dosierung und ein Notfallkontakt. Eine Karte pro Person im Haushalt.
Wie fülle ich sie aus?
Schritt für Schritt: eine Frage pro Bildschirm, jede überspringbar, der Fortschritt bleibt gespeichert. Du darfst nach zwei Minuten aufhören und nächste Woche weitermachen. Die Karte zeigt an, was noch fehlt.
Wie hängt die Medikation am Inventar?
Beim Eintragen eines Medikaments kannst du es mit dem Inventarartikel verknüpfen. Keepilo kennt dann Dosierung und Bestand, rechnet die Reichweite in Tagen und warnt, bevor es ausgeht.
Sind medizinische Daten sicher?
Es sind Gesundheitsdaten und werden auch so behandelt: nur lokal gespeichert, nie übertragen, und aus jedem Export ausgeschlossen, solange du nicht ausdrücklich ein Preset wählst, das sie enthält, und das fragt vorher. Mit eingeschalteter App-Sperre kommt die Verschlüsselung des Betriebssystems dazu.
Notfall, Notgepäck und Notfallkarten
Was macht der rote SOS-Knopf?
Er öffnet den Notfallmodus: Vollbild, große Schrift, hoher Kontrast, und darauf nur das Nötigste. Dein Notfallplan, die Notfallkontakte, die medizinischen Karten aller Personen, der Notruf, und ein Knopf, der die Familie per SMS benachrichtigt. SMS, weil sie durchkommt, wenn mobile Daten es nicht tun. Der Knopf sitzt oben rechts auf jedem Bildschirm.
Was schickt „Familie benachrichtigen"?
Eine vorbereitete SMS mit Treffpunkt und Zeit an die Nummern aus deinem Notfallplan. Abgeschickt wird sie von dir: Die App öffnet die Nachricht, senden musst du. Das ist keine Bequemlichkeitsfrage, sondern eine Regel der Betriebssysteme. Im Zweifel ist sie richtig so.
Wo trage ich Plan, Notgepäck und Karten ein?
Am kürzesten über die Vorsorge-Kachel auf dem Startbildschirm. Denselben Ort erreichst du im Notfallmodus über Notfall-Vorsorge. Die Arbeitsteilung: Der Notfallmodus zeigt nur an, bearbeitet wird in der Vorsorge. Die Felder des Notfallplans haben einen sichtbaren Bearbeiten-Knopf am rechten Rand.
Zeigt der Notfallmodus den Treffpunkt auf der Karte?
Ja, wenn du auf der Karte einen Punkt der Art Treffpunkt gesetzt und die passende Region geladen hast. Ein Tipp darauf springt in die Karte an genau diese Stelle.
Was gehört in den Notfallplan?
Treffpunkte, falls ihr euch nicht erreicht, wer die Kinder holt, welcher Nachbar einen Schlüssel hat, die Nummern, die du sonst auf einem toten Handy nachschlagen würdest. Es ist Freitext. Schreib ihn so, wie deine Familie redet.
Wie funktioniert die Notgepäck-Checkliste?
Keepilo bringt eine Vorlage nach den Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit. Hak pro Person ab, was gepackt ist; eigene Einträge kannst du ergänzen und jeden Eintrag über den roten Papierkorb an der Zeile wieder löschen, mit Rückfrage. Der Stand fließt in den Bereitschafts-Score ein.
Wie drucke ich die Notfallkarten?
- SOS-Knopf, Notfall-Vorsorge, dann Notfallkarten.
- Wähle die Personen aus.
- PDF erzeugen und beidseitig auf A4 drucken.
- An den Schnittmarken schneiden. Vier Karten pro Bogen, A7 quer, Portemonnaie-Format.
Die Rückseiten sind gespiegelt, damit beidseitiger Druck auf jedem Drucker deckungsgleich wird. Jede Karte trägt Foto, Blutgruppe, Allergien, Erkrankungen, Medikamente und Notfallkontakt.
App-Sperre
Wie schalte ich sie ein?
Einstellungen, App-Sperre, PIN setzen. Danach Fingerabdruck oder Gesichtserkennung aktivieren, falls dein Gerät das kann, und festlegen, nach welcher Zeit sich die App selbst sperrt.
Was passiert, wenn ich die PIN vergesse?
Von unserer Seite gibt es kein Zurücksetzen. Wir haben keine Kopie und keinen Zugriff auf dein Gerät. Wiederherstellen heißt: neu installieren und ein Backup importieren. Ein guter Grund, eines zu haben.
Was ist der Snapshot-Schutz?
Das Vorschaubild der App im App-Umschalter wird verwischt, damit die Medikamentenliste beim Umschalten nicht über deine Schulter mitlesbar ist.
Gemeinsamer Vorrat
Was ist das?
Solange Internet da ist, halten deine Geräte und die deiner Familie denselben Vorratsstand. Einer bucht die Dose aus, die andere sieht es im Laden auf dem eigenen Handy. Die Funktion ist ausgeschaltet, bis du sie startest.
Wo finde ich das?
Im Inventar ganz oben, gleich unter der Überschrift: ein Knopf Gemeinsamer Vorrat. Wartet noch etwas auf die Übertragung, steht das mit auf dem Knopf. Auf Tablet und Rechner sitzt er oben in der Zeile neben + Zugang, auf dem Handy direkt darunter. Denselben Weg gibt es in den Einstellungen unter Daten & Sicherheit.
Wie richte ich den gemeinsamen Vorrat ein?
Auf der Seite Gemeinsamen Vorrat starten tippen. Du gibst diesem Gerät einen Namen; er steht bei den anderen an jeder Buchung, „Annas iPhone“ genügt. Auf dem zweiten Gerät gehst du auf Einem Vorrat beitreten und scannst den QR-Code, den das erste unter Gerät einladen zeigt. Der Code gilt zehn Minuten und genau eine Kopplung; danach ist auch ein Foto davon wertlos.
Muss ich meinen Vorrat vorher irgendwie übergeben?
Nein. Beim Starten geht dein kompletter Vorrat einmal mit hoch, nicht nur die Änderungen ab dann. Ein Export vorher ist nicht nötig.
Und wenn auf dem zweiten Gerät schon ein Vorrat steht?
Dann fragt Keepilo vor dem Scannen, was damit passieren soll:
- Gehört dazu. Für getrennte Lager. Gleiche Artikel werden zusammengelegt, die Mengen addieren sich: „Pfirsiche“ steht hinterher einmal in der Liste, nicht zweimal.
- Ist derselbe Vorrat. Ihr habt beide dasselbe Regal erfasst: der Bestand auf diesem Gerät wird gelöscht, danach gilt der Stand der Familie. Keepilo fragt noch einmal nach. Dokumente, Personen und Tresor bleiben unangetastet.
Warum die Frage sein muss: ob zwölf Dosen hier dieselben sind wie zwölf dort oder zwölf weitere im Nachbarkeller, kann kein Programm wissen. Ist das zweite Gerät leer, wird nicht gefragt.
Wie schnell ist das?
Beim Öffnen der App und beim Öffnen des Inventars sofort. Solange die App offen ist, zusätzlich alle fünf Minuten von allein. Im Hintergrund gleicht Keepilo nicht ab: Du liest den Vorrat ohnehin nur mit offener App, und ein zuverlässiger Hintergrundabgleich bräuchte Push-Nachrichten über Apple und Google, die wir nicht wollen.
Und ohne Internet?
Buchen geht weiter wie immer; nichts wartet auf das Netz. Was noch nicht draußen ist, steht als „x Änderungen noch nicht übertragen“ auf der Seite und geht beim nächsten Mal von allein raus, ob nach zehn Minuten oder drei Wochen. Weil Buchungen Mengenänderungen sind, stimmt der Stand danach auch dann, wenn zwei Leute gleichzeitig ausgebucht haben: zwei Dosen und drei Dosen ergeben in jeder Reihenfolge fünf.
Ist der gemeinsame Vorrat sicher?
Jede Änderung wird auf deinem Gerät verschlüsselt, bevor sie es verlässt. Unser Server transportiert verschlossene Pakete und kann sie nicht öffnen: Der Schlüssel liegt im Schlüsselbund deiner Geräte und wird nie übertragen. Ein Konto gibt es nicht. Was der Server trotzdem mitbekommt (IP-Adresse, Zeitpunkt, Paketgröße), steht in der Datenschutzerklärung.
Was wird abgeglichen, und was nicht?
Abgeglichen wird der Vorrat: Artikel, Chargen und Buchungen. Nicht dabei sind Dokumente, Personen, Gesundheitsdaten, Notfallplan und Tresor. Die gibst du weiter wie bisher, über Sichern & Teilen.
Warum hat eine Charge plötzlich eine neue Inventarnummer?
Weil zwei Geräte ohne Verbindung dieselbe Nummer vergeben hatten. Wer zuerst gebucht hat, behält sie; die andere Charge bekommt die nächste freie, und Keepilo zeigt dir eine Liste, was neu zu beschriften ist. Die Nummer steht ja mit Stift auf der Dose.
Wie werfe ich ein Gerät wieder raus?
Über Schlüssel wechseln und neu koppeln. Ein entferntes Gerät kennt den alten Schlüssel, und den kann man ihm nicht wegnehmen. Deshalb bekommt der Vorrat einen neuen, und die Geräte, die bleiben, koppeln sich einmal neu. Das dauert eine Minute pro Gerät und ist ehrlicher als ein Entfernen, das nur so aussieht.
Und wenn ich damit aufhören will?
Gemeinsamen Vorrat beenden. Dein Vorrat bleibt auf dem Gerät, was auf dem Server liegt, wird sofort gelöscht. Auch von allein: Ruft zwölf Monate lang kein Gerät mehr ab, löscht der Server alles.
Backup, Export und Übertragung an Familiengeräte
Sichert sich die App selbst?
Ja, lokal: täglich, die letzten drei Stände, ohne die PDFs, damit es klein bleibt. Die Sicherungen liegen im App-Ordner und verschwinden mit der App. Halte also zusätzlich einen echten Export außerhalb.
Wie mache ich einen Export?
Einstellungen, Export, Preset wählen: volles Backup, nur Inventar oder Teilen-Paket.
Die Presets unterscheiden sich darin, ob Gesundheitsdaten enthalten sind; das Preset mit
Gesundheitsdaten fragt nach. Du bekommst eine .keepilo-Datei und das Teilen-Menü
des Systems.
Wie bekomme ich meine Daten auf das Handy meiner Partnerin?
Auf drei Wegen, alle ohne Internet:
- Datei. Exportieren, dann AirDrop, Quick Share, USB-Stick oder Kabel. Auf dem anderen Gerät die Datei mit Keepilo öffnen.
- Direktübertragung. Beide Geräte im selben WLAN oder Hotspot, Internet dahinter ist nicht nötig. Das sendende Gerät zeigt einen QR-Code, das empfangende scannt ihn, die Übertragung startet. Der Code gilt für genau eine Übertragung.
- QR-Codefolge. Ganz ohne Funk: Das eine Gerät zeigt eine Folge von QR-Codes an, das andere filmt sie mit der Kamera. Langsamer, ohne Dokumente und Profilbilder, dafür im Flugmodus beider Geräte. Ein Haushalt sind ungefähr siebzehn Codes.
Wandern Kartenpunkte und Tresor mit?
Kartenpunkte und aufgezeichnete Wege sind kleine Datensätze und gehen über jeden der drei Wege mit. Der Tresor ist ein Sonderfall: Das volle Backup nimmt ihn verschlüsselt mit, das Teilen-Paket lässt ihn draußen. Wer seine Vorratsdaten an die Familie gibt, gibt nicht automatisch seine Ausweise mit. Einzelne Tresor-Dokumente gibst du bewusst weiter, mit dem Übergabe-Code aus dem Tresor-Kapitel. Beim Einspielen wird ein vorhandener Tresor nie überschrieben.
Sind meine Kartenregionen im Backup?
Nein, und das ist Absicht: eine einzige Region wäre größer als das ganze übrige Backup. Auf dem neuen Gerät lädst du sie in zwei Tipps wieder, die Punkte darauf kommen aus dem Backup.
Überschreibt ein Import alles?
Normalerweise nicht: Keepilo führt zusammen und sagt, was es geändert hat. Ausnahme ist ein Paket mit gekauften Inhalten. Das ersetzt die Bibliothek als Ganzes, und sagt es vorher.
Wie ziehe ich auf ein neues Handy um?
Auf dem alten Gerät voll exportieren, auf dem neuen Keepilo installieren, importieren. Beim Wechsel des Ökosystems musst du die App neu kaufen. Ein Kauf hängt am Store-Konto, ein Apple-Kauf gilt also nicht bei Google oder Microsoft.
Wo deine Daten liegen
Was ist wo gespeichert?
Alles (Inventar, Haushalt, medizinische Karten, Notfallplan, Kartenpunkte, Chatverlauf, Dokumente und der Index) steht in einer Datenbank im eigenen Ordner der App auf deinem Gerät. Der Tresor liegt daneben, verschlüsselt, in einem eigenen Ordner. Es gibt keine Cloud-Kopie, weil es keine Cloud gibt.
Wann benutzt die App das Internet?
Nur, wenn du einen Download startest: das KI-Modell, ein Inhaltspaket, eine Kartenregion oder die Liste der verfügbaren Inhalte. Die Modelle und Pakete liegen bei GitHub und Hugging Face, die Kartendaten auf einem Speicher in Helsinki. Hochgeladen wird nie etwas.
Was ist mit meinem Standort?
Er wird nur berechnet, wenn du ihn auf der Karte einschaltest, und dein Gerät rechnet ihn selbst aus. Angezeigt, nicht gespeichert, nicht übertragen. Eine Aufzeichnung im Hintergrund gibt es nicht: Die Wegaufzeichnung läuft nur, solange die App im Vordergrund ist.
Was passiert, wenn ich die App lösche?
Alles ist weg, auch die automatischen Sicherungen im App-Ordner. Vorher exportieren, wenn du es behalten willst.
Wenn etwas klemmt
Der Assistent antwortet langsam
Das Modell rechnet wirklich auf deinem Prozessor. Schließ andere Apps und steck das Ladekabel an, denn viele Geräte drosseln im Akkubetrieb. Und überleg, ob das kleinere Modell besser zu deinem Gerät passt.
Der Assistent sagt „dazu steht nichts in deinen Dokumenten"
Entweder fehlt das Thema wirklich, oder das Dokument ist ein Scan ohne Textebene. Prüf es in der Bibliothek: Wenn es keine Seitenzahl hat, wurde es nicht indexiert. Bei einem Scan hilft Text erkennen.
Die Karte bleibt leer oder zeigt nur Farbe
Dann liegt der Ausschnitt außerhalb der geladenen Region. Außerhalb gibt es schlicht keine Daten, und Keepilo malt lieber eine leere Fläche als etwas zu erfinden. Zieh zurück in dein Land oder lade die Nachbarregion dazu. Steht statt der Beschriftung ein Hinweis, fehlt das Schriftenpaket der Karte: Es kommt beim Laden der ersten Region mit und lässt sich unter Inhalte laden nachholen.
Der Download ist stehengeblieben
Einfach neu starten. Er setzt fort, wo er aufgehört hat, und jede Datei wird vor Gebrauch geprüft. Ein abgebrochener Download kostet keinen Fortschritt.
Die Reichweite im Dashboard sieht falsch aus
Prüf drei Dinge: Ist der Haushalt vollständig, haben die Artikel realistische Energiewerte, und steht irgendwo ein Artikel mit Menge null im Inventar. Die Bedarfsspalte auf der Haushaltsseite zeigt, woher jede Zahl stammt.
Das Blinklicht bleibt dunkel
Dann hat dein Gerät keine Lampe, oder eine andere App belegt gerade die Kamera. Keepilo wechselt in dem Fall selbst auf den Bildschirm: weiß auf schwarz, dasselbe Signal. Dreh die Helligkeit auf, dann trägt es weit genug.
Der Tresor nimmt mein Passwort nicht an
Ein falsches Passwort sieht genauso aus wie ein leerer Tresor, denn geprüft wird, ob sich die Liste entschlüsseln lässt. Achte auf die Tastatursprache und darauf, ob eine Autokorrektur mitgeschrieben hat. Ein Zurücksetzen gibt es nicht, und das ist der Preis dafür, dass auch sonst niemand hineinkommt.
Die Direktübertragung verbindet sich nicht
Beide Geräte müssen im selben Netz sein: dasselbe WLAN oder derselbe Hotspot. Gastnetze und „Client Isolation" im Router verhindern, dass Geräte sich sehen. Im Zweifel: an einem Handy einen Hotspot öffnen und mit dem anderen beitreten; eine Internetverbindung braucht die Übertragung nicht.